Leonardo da Vinci Innovation: Grenzüberschreitende Kreativität

Aus dem Bionik-Institut der Bocholter Hochschulabteilung der Westfälischen Hochschule wurden im Civon Innovatiecentrum in Ulft Projekte vorgestellt. Fotos: WH/Tobias Seidl

Ulft/Bocholt. Viele Firmen würden ihre Geschäftsaktivitäten gerne zukunftssicher aktualisieren, finden auf eingefahrenen Gleisen aber keine passenden, innovativen Ideen. Das Interreg-Projekt „Leonardo da Vinci Innovation“ hat diese Herausforderung aufgegriffen, um in der Grenzregion Westmünsterland / Achterhoek einen Impuls zu setzen. Die Westfälische Hochschule (WH) war mit ihrer Bocholter Abteilung mit zwei Aktivitäten vertreten: einem grenzüberschreitenden Arbeits- und Studienmarkt – Talententuin (Talentegarten) – und mit kreativen Produktinnovationen: Factorymatches. Im Mai stellten die Initiativen ihre Ergebnisse im Civon-Innovationszentrum in Ulft nahe der deutsch-niederländischen Grenze vor.

Wenn bisherige Produkte sich nicht mehr verkaufen, sind Unternehmen darauf angewiesen, neue Geschäftsideen zum Erfolg zu führen, wenn sie weiter bestehen und ihre Arbeitsplätze erhalten wollen. Da ist Kreativität gefragt.

Bioniker Prof. Dr. Tobias Seidl von der Hochschulabteilung Bocholt will Unternehmen mit kreativen Köpfen zusammenbringen, um solche neuen Geschäftsideen auszubrüten. Er hat sich daher an dem deutsch-niederländischen Interreg-Projekt „Leonardo da Vinci Innovation“ beteiligt, das drei Kopftypen zusammenbringen will:

  • Unternehmer,
  • Designer,
  • Lehrende und Studierende aus Bocholt.

Gegenseitig Lernen und kreativ werden: ein Ziel von Leonardo da Vinci Innovation, das sich die Westfälische Hochschule zueigen gemacht hat.

„Unsere Aufgabe als Bionik-Institut war es, kreative Ideen, gepaart mit wissenschaftlich-technischer Kompetenz, zusammenzubringen“, erklärt Seidl. „Beispielsweise haben wir im tiefsten Corona-Lockdown eine preisgünstige Aerosol-Absauganlage entwickelt und danach mit einem Simulationsexperten für Verbrennungsmotoren ihre Wirksamkeit überprüft. Außerdem ging es unter anderem um eine wassersparende Beregnungsanlage oder um ein neuartiges Sportdiagnosegerät.“

Ebenfalls am Civon-Innovationszentrum trafen sich grenzüberschreitend Hochschultalente aus der Westfälischen Hochschule, der Radboud-Universität in Nimwegen und der Saxion-Hochschule in Enschede mit Nachwuchs suchenden Unternehmen. Das Talent-Match-Event ist eine Gemeinschaftsinitiative der Westfälischen Hochschule sowie der Wirtschaftsförderungen von Bocholt, Aalten und Oude Ijsselstreek. Es wird von der IHK Nord-Westfalen unterstützt.