Zusammenhalten in der Euregio: ,,In der Krise sind wir gemeinsam stark!“

Die Coronavirus-Pandemie ist derzeit auch das Thema in der EUREGIO. Und wie bei vielen Themen, hat auch die Corona-Krise entlang der deutsch-niederländischen Grenze einen etwas anderen Stellenwert als im Landesinnern.

Wir sind hier daran gewöhnt, täglich über die Grenze zu fahren, sei es zum Arbeiten, Einkaufen, Tanken oder um die Freizeitangebote bei den Nachbarn in Anspruch zu nehmen. Das ist jetzt vorübergehend nicht möglich, und es wird behördlicherseits davon abgeraten, um die Verbreitung des Virus zu bremsen.

Was jetzt zählt, ist, dass wir die jeweiligen nationalen Richtlinien befolgen und vor allem Abstand halten, um uns selbst und andere zu schützen.

Politisch Verantwortliche beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze – wie der Landrat des Kreises Borken, Dr. Kai Zwicker, EUREGIO-Präsident Rob Welten, Enschedes Bürgermeister Onno van Veldhuizen, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und Winterswijks Bürgermeister Joris Bengevoord sowie Regierungspräsidentin Dorothee Feller (Münster) – sind sich einig: „Diese Maßnahmen werden unsere grenzüberschreitende Freundschaft und die gute Nachbarschaft nicht beeinträchtigen – im Gegenteil: In der Krise sind wir gemeinsam stark!“

Auch wir möchten Sie regelmäßig über Entwicklungen rund um das Virus Covid-19 informieren. Zum Beispiel mit Nachrichten oder Links zu interessanten niederländischen und deutschen Websites.

Abgebildet ist ein Anordnung des Schulministeriums NRW: Schulfahrten fallen bis zum Ende dieses Schuljahres 2019/2020 aus.

Corona: Auch eads muss Veranstaltungen absagen

Von den sich dynamisch entwickelnden Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund der Corona-Pandemie sind auch die Aktivitäten der Europäischen Akademie des Sports (eads) betroffen. So mussten bislang schon zwei Veranstaltungen der eads infolge der Ausbreitung der Pandemie abgesagt werden.

Die für Ende März geplante grenzüberschreitende Veranstaltung zur kommunalen Integration von Flüchtlingen wurde ebenso abgesagt wie die grenzüberschreitende Sport-Aktivität zum offiziellen Jahr für Frieden und Freiheit am 6. Juni im benachbarten niederländischen Aalten.

Leider muss auch die während der Europawoche 2020 in NRW geplante Maßnahme „Unsere Zukunft – unsere Gesundheit“ ausfallen. Alle Projektleiter und Verantwortlichen in den Projekten der eads kommen hier selbstverständlich ihrer sozialen Verantwortung für das Wohlergehen aller und dem Gemeinwohl nach und befolgen die Anordnungen von offiziellen Stellen.

Fußballer helfen Fußballern

Die Sepp-Herberger-Stiftung des DFB startet einen Corona-Nothilfefonds, teilt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit.

Die Stiftung startet demnach mit Unterstützung von Bayer Leverkusens Nationalspieler Jonathan Tah ein Hilfsprogramm für Mitglieder der Fußballfamilie, die durch die Corona-Pandemie unverschuldet in Not oder wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind. Die älteste deutsche Fußballstiftung stellt in einer ersten Sofort,aßnahme 100.000 Euro zur Verfügung. Jonathan Tah ist Mitinitiator des Nothilfefonds und beteiligt sich als erster privater Spender an dem Programm.

Antragsberechtigt sind Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in den DFB-Mitgliedsverbänden, deren Untergliederungen (zum Beispiel Schiedsrichtervereinigungen) und den bundesdeutschen Fußballvereinen engagieren. Förderanträge können ab sofort bei der Stiftung gestellt werden.

Wichtig ist der Nachweis über die individuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den jeweiligen Antragsteller. Die Anträge können formfrei per E-Mail an die Stiftung gesendet werden. Jeder Antrag wird im Einzelverfahren geprüft. Ein Anspruch auf die Gewährung von Stiftungsmitteln besteht nicht.

Mail: coronahilfe@sepp-herberger.de

Quelle: DOSB-Presse

Move at home: Wohnzimmer wird zur Mini-Sporthalle

Um trotz Corona auch zu Hause fit zu bleiben, bietet der LSB Berlin zweimal am Tag ein Bewegungsprogramm an: Das eigene Wohnzimmer wird einfach zur Mini-Sporthalle.

Um trotz der Einschränkungen durch das Corona-Virus fit zu bleiben und Spaß durch Sport zu haben, bietet der Landessportbund Berlin (LSB) mit den vier Vereinen TSV Wittenau, TSV Spandau, Pro Sport 24 und SC Siemensstadt das neue Programm „move at home“ an. In Partnerschaft mit dem rbb werden seit dem 23. März zweimal täglich (um 9.30 und 14.00 Uhr) Bewegungsangebote live aus dem Wohnzimmer des LSB Berlin gestreamt.

www.rbb24.de/fitness
www.rbb-online.de

Corona-Pandemie: LSB-Infoseiten für Vereine

Angebot des LSB für Vereine zur Coronavirus-Pandemie:

Für die zahlreichen aktuellen Fragen der NRW-Sportvereine, -bünde und -verbände hat der Landessportbund NRW die zentrale Mailadresse VIBSS@lsb.nrw eingerichtet. Die dort eingehenden Fragen sind mitsamt Antworten in einem FAQ-Katalog auf der LSB-Website zu finden.

Weiterhin steht bis auf Weiteres montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0203 7381-777 eine telefonische Beratung zur Verfügung.

Hilfsfonds für Härtefälle
Kurzfristige erkennbare existenzielle Notlagen von Vereinen können an Vereinsnotfall@lsb.nrw unter Angabe der Vereinsnummer gemeldet werden, teilt der LSB mit.

Coronavirus: Stadtverwaltung informiert über Auswirkungen in Bocholt

Bocholt (PID). In einer Pressekonferenz haben Bürgermeister Peter Nebelo und Erster Stadtrat Thomas Waschki am Mittwoch, 18. März, über die Auswirkungen und Maßnahmen aufgrund des Coronavirus in Bocholt berichtet. Gleichzeitig appellierten sie an die Bocholter Bevölkerung: „Halten Sie sich an die Regeln und wahren Sie die soziale Distanz! Sie ist der beste Schutz für sich selbst, aber vor allem auch für Menschen, die besonders gefährdet sind und den Menschen, die in der kritischen Infrastruktur arbeiten.“

„Nur wenn jeder von uns die Zahl der sozialen Kontakte drastisch einschränkt, können wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen. Hierbei sollten wir insbesondere an diejenigen denken, die besonders gefährdet sind“, so Bürgermeister Peter Nebelo. „Freizeit ist für die nächste Zeit vorbei“, ergänzte Erster Stadtrat Thomas Waschki und forderte die Bocholterinnen und Bocholter dazu auf, auch keine privaten Feiern zu Hause zu veranstalten.

Ab Freitag auch Friseure geschlossen
Um die Infektionszahlen in Bocholt gering zu halten, wurden von der Stadt – auf Erlass des Landes und in enger Absprache mit dem Kreis Borken – bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, ebenso Spiel- und Bolzplätze aber auch andere Einrichtungen und private Geschäfte.  „Wir haben weitreichende Schließungen veranlasst“, erklärte Monika Tenbrock, Leiterin des Fachbereichs Öffentliche Ordnung. Gleichzeitig gab sie bekannt, dass ab Freitag alle Friseursalons, Eisdielen, Cafés und Restaurants geschlossen bleiben müssen. Abhol- und Lieferdienste können Restaurants, Imbisse und Eisdielen weiterhin anbieten.

Die Regelungen gelten aus rechtlichen Gründen erst ab Freitag, 20. März 2020. Dennoch rief Waschki alle Betreiber auf, die Geschäfte ab sofort zu schließen: „Wir müssen die Weisungen des Landes und Kreises rechtlich umsetzen. Gleichzeitig ist die aktuelle Situation sehr dynamisch. Wir müssen daher auch an die Eigenverantwortung der Betreiber appellieren, dass sie ihre Geschäfte bereits jetzt schließen.“ Zur Kontrolle der veranlassten Schließungen wird der Fachbereich Öffentliche Ordnung das Personal der Stadtwacht erhöhen.

Notbetreuung in Kindergärten und Schulen
Waschki berichtete weiter, dass die Notbetreuung in Kindergärten und Schulen nur sehr gering in Anspruch genommen wird. „Nur für 18 Kindergartenkinder und 14 Schulkinder wurde Betreuungsbedarf angemeldet“, so Waschki.

Maßnahmen der Feuerwehr und BEW
Damit die Feuerwehr Bocholt dauerhaft einsatzbereit ist, wurden unterschiedliche Maßnahmen erarbeitet. So wurden die Mitarbeiter von Rettungsdienst und Brandschutz räumlich getrennt. „Zudem haben wir ein Konzept, wonach die Freiwillige Feuerwehr eingebunden werden kann, um den Brandschutz aufrechtzuerhalten“, erklärte Thomas Deckers, Leiter der Feuerwehr Bocholt. „Wir haben außerdem den Vorteil, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für beide Einsätze ausgebildet sind. Zudem ist unser Lehrpersonal der Feuerwehr- und Rettungsakademie ausgebildet. Diese können im Ernstfall ebenfalls eingesetzt werden.“

Auch die Bocholter Energie und Wasserversorgung ist auf den Ernstfall vorbereitet.
„Unser oberstes Ziel ist die Aufrechterhaltung der Versorgung mit Wasser, Strom und Gas“, sagte BEW-Chef Jürgen Elmer. Auch hier wurde ein Notfallplan erstellt worden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien in zwei strikt getrennte Gruppen eingeteilt worden. Zudem sei eine zweite Netzleitstelle aufgebaut worden.

Zum Schluss richtete Waschki nochmals das Wort an die Bocholterinnen und Bocholter: „Achten Sie auf sich und Ihr Umfeld und wahren Sie die soziale Distanz! Dann haben wir größte Chancen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen!“

Frühjahrstagung des Netzwerks in Stettin verschoben

Stettin. Am Freitag, 20. März, kam die erwartete Absage:  In Absprache mit den Organisatoren der geplanten Frühjahrstagung im polnischen Stettin, der Sportföderation Westpommern, und angesichts der schwierigen Coronavirus-Situation in Europa wird die Veranstaltung nicht stattfinden. Die Organisatoren möchten laut Mitteilung des Potsdamer Koordinationsbüros den Termin verschieben, jedoch nicht ausfallen lassen. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.
Die Europäische Akademie des Sports ist Mitbegründer des Netzwerkes, eines der ältesten im Sport in dieser Form in Europa. Im Oktober 2019 wurde in Potsdam mit fast 20 Partnerorganisationen das 20-jährige Bestehen gefeiert.

Täglich neuer Podcast: Virologe Prof. Christian Drosten klärt auf

Seit Ende Februar beantwortet Prof. Christian Drosten, Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und Virologe an der Charité Berlin, in dem Podcast „Das Coronavirus-Update“ Fragen zur aktuellen Situation. Auch wir wollen aufklären.

Christian Drosten und sein Team haben den ersten Test für das neue Corona-Virus (SARS-CoV-2) entwickelt, der derzeit fast überall eingesetzt wird. Der Virologe hat sich bereits bei der SARS-Epidemie 2003 für Transparenz und offenen Austausch sowohl innerhalb der Wissenschaftler als auch in der breiten Öffentlichkeit eingesetzt. In dem aktuellen Podcast informiert er über Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Coronavirus und gibt Einschätzungen, wie diese aus seiner Sicht zu interpretieren sind. Dabei werden auch brennende Fragen von Bürgern beantwortet.

 

Hier geht es zum Podcast

20 Jahre Europäisches Netzwerk der Akademien des Sports: Festakt zum Gründungsjubiläum

Vor 20 Jahren wurde der europäische Verbund in Trier von der Führungs-Akademie Deutscher Sportbund Berlin, der Europäischen Sportakademie Cottbus, der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen Sports Trier und der Europäischen Akademie des Sports Velen gegründet. Seitdem setzt sich das Netzwerk für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Sport ein. Inzwischen ist das Netzwerk auf 19 Institutionen angewachsen, die sich im grenznahen Raum einsetzen.

Anlässlich der Feierlichkeiten begrüßte das ENdAS am 24.10.2019 in Potsdam EU-Regionalausschuss-Präsident Karl-Heinz Lambertz, den stellvertretenden Ministerpräsident Christian Görke, Bildungsministerin Britta Ernst, den Vizemarschall des Lebuser Landes Łukasz Porycki und Präsidenten der Föderation der Euroregionen Polens Czesław Fiedorowicz sowie Vertreter der Mitgliedsorganisationen.

Der stetige, aktive Austausch – ob auf wissenschaftlicher oder sportlicher Ebene – trägt Früchte. Das verdeutlichte auch Karl-Heinz Lambertz: „Wenn man 20 Jahre in Europa zusammenarbeitet, ist das eine richtige Leistung. Grade wenn diese zwei Jahrzehnte so bewegt waren wie die zurückliegenden. Für Europa und für den Zusammenhalt in Europa spielt Sport eine ganz entscheidende Rolle. Man kann über Sport ein Stück Europagefühl erleben und Vielfalt entdecken – und trotz Wettbewerb zusammenhalten. Denn grade zwischen Ländern, Gemeinden und Städten entstehen durch Sport Beziehungen [..]. Nur so können wir uns weiterentwickeln und das ist genau das, was das Netzwerk so erfolgreich macht. Dazu gratuliere ich ganz herzlich im Namen der Europäischen Union und des Ausschusses der Regionen im Besonderen.“

Europäische Auszeichnung

Engagement für den Sport in Europa: Triphaus und te Uhle in Potsdam geehrt

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Europäische Auszeichnung: Ludger Triphaus (hinten, links) und Reinhardt te Uhle (rechts daneben) beim Festakt in Potsdam, umrahmt von zwei Mitgliedern des Potsdamer Garderegiments sowie den Netzwerkmitgliedern Steffie Lamers und Manfred Wothe. Foto: Andresen

Potsdam. Ludger Triphaus, Präsident der Europäischen Akademie des Sports (eads) mit Sitz in Bocholt und Velen, sowie Akademieleiter Reinhardt te Uhle sind „für besonderes Engagement in der europäischen Zusammenarbeit im Sport“ geehrt worden, teilte die eads mit.

Die Auszeichnung erfolgte während einer Festveranstaltung des Europäischen Netzwerkes der Akademien des Sports, das sein 20-jähriges Bestehen in Potsdam feierte.
Die beiden Bocholter sowie weitere Netzwerkmitglieder hätten sich in den zwei Jahrzehnten des Bestehens „enorm für den Einigungsprozess in Europa eingesezt“, hieß es von Laudator Manfred Wothe als Netzwerk-Koordinator in Potsdam. Die eads, 1992 in Velen aus der Taufe gehoben, sowie die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports in Trier waren 1999 Ideengeber und Gründer des mittlerweile europaweiten Netzwerkes. Ihm gehören 19 Organisationen aus West- und Mitteleuropa an. Sie haben sich neben dem wissenschaftlichen Austausch unter anderem auch Begegnungen mit Aktiven auf die Fahnen geschrieben.
In seiner Festrede betonte Karl-Heinz Lambertz, Präsident des 350 Mitglieder umfassenden Europäischen Ausschusses der Regionen: „Sport baut Brücken. Wir erreichen allein mit unserer Organisation eine Million Menschen. Das schon zeigt, wie wichtig der Sport für unsere Gesellschaft ist.“
 
Netzwerkehrung

20 Jahre Netzwerk: Ehrung in Potsdam. Die Europäische Akademie des Sports gehörte 1999 mit der Sportakademie Trier zu den Gründungsmitgliedern. Foto: Andresen