Integration durch Sport: Neue Initiative mit Unterstützung von Aktion Mensch

Gemeinsames Training – Spaß und Austausch – Integration fördern: Das sind die Grundprinzipien der Integrationsinitiative der Europäischen Akademie des Sports (eads), Bocholt, in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner EWIBO und dem 1. FC Bocholt zur Einbindung junger Menschen ins hiesige Alltagsleben. Die Aktion Mensch unterstützt auf eads-Initiative dieses Projekt. Neue Trikots wurden nun von den Geflüchteten trotz langer coronabedingter Spiel- und Trainingspause mit leuchtenden Augen entgegengenommen.

Neue Trikots für die Mannschaft der Fußballakademie Bocholt: eads-Akademieleiter Reinhardt te Uhle (links) und Trainer Emad Armanious (rechts) mit Spielern. Foto: Andresen

Neue Trikots – „alle freuen sich, bald wieder spielen zu dürfen“

„Alle freuen sich, dass es hoffentlich bald wieder richtig los geht und wir trainieren und spielen dürfen“, sagt Trainer Emad Armanious (31), der die Jungs von Anfang an betreut und für die eads arbeitet. Vor der Coronazeit trainierten meist zwischen 15 und 25 Jugendliche am Hünting, zuletzt trafen sich Kleingruppen mit zwei bis drei Personen am Aasee, um dort workouts zu betreiben, zu joggen und sich einfach zu bewegen.

Zugleich kümmert sich der Trainer mit Geburtsland Ägypten um die Jungs aus Bocholt und Rhede auch um ihren Alltag – mit Erfolg. Jüngst konnte einer eine Ausbildung bei einem Augenoptiker antreten, ein anderer bei einer Versicherungsagentur in Isselburg.

Alltagssprachliche Kompetenzen kennenlernen

Diese Wünsche und Ziele verfolgt die Europäische Sportakademie mit dieser Initiative. eads-Leiter Reinhardt te Uhle: „Wir wollen jungen Flüchtlingen die Möglichkeit geben, durch ein wöchentliches Sportangebot und alltagssprachliche Kompetenzen besser in die Gesellschaft integriert zu werden.“

Ziel ist es laut eads auch, das deutsche Vereinsleben kennenzulernen sowie die jungen Menschen an Vereine in der Region heranzuführen, um so die Integration in die Sportvereine und damit in die Gesellschaft zu erleichtern. Te Uhle: „Wir freuen uns sehr, dass die eads mit dieser großartigen Förderung durch die Aktion Mensch einen Beitrag zur Integration und zur sozialen Bindung von Flüchtlingen durch Sport beisteuern kann.“

Und es wurde noch mehr geschafft: Über die Bocholter Maßnahme bildete sich bei der SG Borken eine kurdische Mannschaft, die nun, wenn es die Pandemie wieder zulässt, Freundschaftsspiele austrägt und auch an Integrationsturnieren teilnehmen wird.

Trikots für die Mannschaft der Fußballakademie Bocholt in der Kabine des eads-Kooperationspartners 1. FC Bocholt (von links): eads-Akademieleiter Reinhardt te Uhle, Ghagharien Shikho, Djwar Omar, Mahmoud, Tarik Haliel und Trainer Emad Armanious. Foto: Andresen

Grenzüberschreitender Austausch über Geflüchtetenhilfe

Wie kann trotz der Corona-Pandemie die Geflüchtetenhilfe erfolgreich fortgesetzt werden? Wie arbeitet man in diesem Themenkomplex zurzeit in Deutschland und wie in den Niederlanden? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des grenzüberschreitenden virtuellen Informations- und Wissensaustausches, zu dem die Europäische Akademie des Sports (eads) gemeinsam mit der EWIBO, der Stadt Bocholt sowie Vertretern der niederländischen Gemeinden Oudeijsselstreek, Aalten und Berkelland eingeladen hatte.

Im Austausch wurde die jeweilige Entwicklung der Geflüchtetenhilfe vorgestellt. Danach sind in Bocholt zurzeit 1478 kommunale Flüchtlinge untergebracht, während im benachbarten Achterhoek rund 11.000 Flüchtlinge betreut werden.

Bleibeperspektive für Flüchtlinge

Durch Corona sind viele der Maßnahmen und Prozeduren auf beiden Seiten verlangsamt worden; viele Flüchtlinge erleben auf Grund der derzeitigen Coronalage kein soziales Leben und sind vermehrt unter sich. In Bocholt wird im Bildungsbereich die Digitalisierung vorangebracht; so werden digitale Schulungsunterlagen im Ausbildungsbereich am Beispiel BONOVI eingesetzt, um die Bleibeperspektive für Flüchtlinge durch einen Wohnführerschein zu verbessern. In der Pandemie wird der Distanzunterricht zwar immer wichtiger, andererseits fehlen aber digitale Geräte. Ebenfalls wird die Sozialbetreuung mehr digital und mobil durchgeführt. Auf dem Arbeitsmarkt ist mittlerweile die Hälfte der Flüchtlinge in Bocholt angekommen und hat einen Job bekommen.

In den Niederlanden wird zurzeit ein neues Integrationsgesetz vorbereitet, wonach die Kommunen für die Integration der Flüchtlinge zuständig sein werden und entsprechend alle Angebote in den Bereichen Sprachvermittlung sowie Qualifizierung einkaufen müssen. Pilotmodelle wie das Frauen-Empowerment, Qualifizierung zum Spracharbeitscoach, der Einsatz von Schlüsselpersonen (ehrenamtliche Flüchtlinge im Einsatz in der Flüchtlingsarbeit) und das Kringloop-Projekt (Gebrauchtwarenläden) sind wichtige Bestandteile der zukünftigen Umsetzung der Integration von Flüchtlingen in den Niederlanden.

Für den Bereich Sport und Freizeit hat die Europäische Akademie eine Förderung von der Bundesinitiative „Aktion Mensch“ erhalten, um die jugendlichen Flüchtlinge durch ein regelmäßiges Sportangebot in den Vereinssport zu integrieren. Dies findet derzeit durch die Pandemie nur stark eingeschränkt mit Unterstützung der EWIBO und dem 1. FC Bocholt statt; geplante grenzüberschreitende Sporttreffen können ebenfalls nicht wie gewünscht erfolgen.

Ein nächstes Treffen soll im September stattfinden mit dem Ziel, ein gemeinsames förderfähiges People-to-People-Projekt der Euregio zum Thema Partizipation der Geflüchtetenhilfe im grenznahen Bereich zu entwickeln.

Europawoche 2021: Berufskolleg Bocholt-West testet Bewegungsangebote für digitale App

Unter dem Leitmotiv „EUnited – gemeinsame Vision für die Zukunft!“ konnte das grenzüberschreitende Projekt „Sportdigital – grenzüberschreitend“ durch die Europäische Akademie des Sports unter Leitung von Reinhardt te Uhle mit Schülerinnen und Schülern des Bildungsgangs der Freizeitsportleiterinnen und Freizeitsportleiter des Berufskolleg Bocholt-West im Rahmen der Europawoche 2021 umgesetzt werden.

Tests in Bocholt-Mussum: Schüler und Schülerinnen des Berufskollegs Bocholt-West, alles angehende Freizeitsportleiter, erprobten Bewegungsangebote – zum Beispiel Sackhüpfen und Training mit Hula-Hoop-Reifen.

 

Digitales Bewegungsprojekt in der Europawoche 2021: „EUnited – gemeinsame Vision für die Zukunft!“

Gefördert wurde diese Initiative durch das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Leider konnten die Schüler des Graafschap College Doetinchem, mit denen bereits die vergangenen Jahre erfolgreich zusammengearbeitet worden war, auf Grund der Corona-Pandemie diesmal nicht vor Ort in Bocholt an den Vorbereitungen der digitalen App direkt mitwirken.

Im Bewegungsrucksack stecken so manchen Überraschungen.

Auf einer rund vier Kilometer langen, wunderschön rund um die Mosse im Bocholter Ortsteil Mussum gelegenen Strecke haben die Schüler und Schülerinnen des Berufskollegs dem schlechten Wetter getrotzt und mit großer Motivation und guter Laune an vielen verschiedenen Stationen auf der Strecke Bewegungsangebote entwickelt, ausprobiert und per Video festgehalten. Hierbei wurden Bewegungsangebote für Einzelpersonen, Familien und Sportteams (Schulklassen/Sportvereine) vorbereitet.

Um ein möglichst breites Angebot an Bewegungsspielen zu gewährleisten, wurden drei Rucksäcke mit unterschiedlichsten Spielgeräten ausgerüstet, um auf der Strecke die abwechslungsreichen und kreativen Bewegungsangebote an den entsprechenden Stationen für die jeweilige Zielgruppe vorzubereiten. So sind in den Rucksäcken Koordinationsleitern, Springseile, Jute-Säcke, zusammenbaubare Hula-Hoop-Reifen, Stoppuhren, Teppichfliesen und mehr zu finden.

Angehende Freizeitsportleiter befahren einen Parcours

Die Schulgruppe, die als angehende Freizeitsportleiter am Berufskolleg Bocholt-West ausgebildet wird, hatte unter Leitung von Lehrer Christoph Hahn die Bewegungsangebote an den Stationen bereits im Vorfeld im Unterricht entwickelt und in dieser Europawoche den Parcours abgefahren, die Stationen erprobt und ihre Ergebnisse auf Bildern und Videos festgehalten. Sie werden zeitnah digital, mit der Unterstützung von Lina Symkowiak vom Verein Jugend und Sozialarbeit e. V. (Jusa), in die https://www.biparcours.dedes Landes NRW eingepflegt.

Den Kontakt zu Lina Symkowiak, die bereits Erfahrungen mit der Gestaltung von digitalen Bewegungsangeboten in der App Biparcours sammeln konnte, wurde über das „Zukunfts- und Strategiebüro“ der Stadt Bocholt hergestellt. Die „Zukunftsstadt Bocholt“ hat bei den Projekten „Bocholter Action Challenge“ und „Spurensuche“ bereits gute Erfahrungen mit der App sammeln können. Finden kann man die Bewegungsangebote unter einem Link auf der Seite der Zukunftsstadt Bocholt, die zeitnah bekanntgegeben werden.

Start bei TuB Bocholt, Lowicker Straße

Die Rucksäcke mit den Spiel- und Bewegungsgeräten können dann, sobald die Parcours eingepflegt sind, beim Sportverein TuB Bocholt, Lowicker Straße, abgeholt werden. Dort ist auch der Start.

Die Initiative der Europäischen Akademie des Sports und des Landes NRW leistet damit einen wichtigen Beitrag, junge Menschen auch auf die digitalen Möglichkeiten des Sports hinzuweisen sowie Innovation und Digitalisierung im Sport zu stärken.

Bewegung beim Sackhüpfen – macht Spaß und kostet ungeahnt viel Kraft… Fotos (3): eads/Horst Andresen

Deutsch-niederländische Ausstellung in Ulft: (NO) Time to waste

Die Exponate zur Ausstellung „(NO) Time to Waste“, ein Teilprojekt der Leonardo da Vinci-Innovation, werden in der Glashalle der DRU in Ulft (Niederlande) coronasicher gezeigt. Foto: Klaus Sievers

Die niederländische Organisation Warmgroen präsentiert im Grenzort Ulft (Niederlande) die Ausstellung (NO) Time to waste, (Keine) Zeit zu verlieren).

Sie arbeitet bei diesem grenzüberschreitenden Kunst- und Handwerksprojekt mit dem Fachbereich Kultur und Bildung der Stadt Bocholt zusammen. Die Werke der 17 deutschen und niederländischen Künstlerinnen und Künstler sind in der Glasfassade des CIVON-Innovationszentrum, Hutteweg 32 in Ulft, unweit der deutsch-niederländischen Grenze, coronasicher bis zum 6. Juni zu sehen, teilt die Stadt Bocholt mit.

Digitale Präsentation auf Youtube

Aus aktuellem Anlass stellen die Organisatoren die Kunstwerke sowie die Künstlerinnen und Künstler online vor. Die Filmemacherin Olga Tops von Frame A Story hat mit jedem Künstler und jeder Künstlerin sowie den Handwerkspartner ein kurzes Interview geführt. Dieses wird mit dem Kunstwerk auf Youtube gezeigt. https://www.youtube.com/channel/UC-LWVZHqi1TwG7T7X0T5w3g

Künstler und Handwerker verbinden sich

Damit können deutsche Interessierte das Kunsterlebnis (NO) Time to Waste online miterleben. 17 deutsche und niederländische Künstlerinnen und Künstler haben sich mit ebenso vielen Handwerksbetrieben zusammengetan und gemeinsam ihre Kunstwerke erarbeitet. Das Projekt zielt darauf ab, ein breites Publikum für historische Techniken, immaterielles Erbe, die Kreativwirtschaft und Künstler/Designer in der Grenzregion zu begeistern. Die Verbindungen, die Zusammenarbeit und der Prozess bilden wesentliche Bestandteile in diesem grenzüberschreitenden Projekt.

Experimente und neue Techniken

Die Künstler haben während der mehrmonatigen Schaffensphase viel experimentiert und neue Techniken ausprobiert. Ziel war es, auf diesem Weg das Handwerk und die Materialien, die in den einzelnen Betrieben verwendet werden, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Kunstwerke können im Vorbeigehen von Außen betrachtet werden. Die 120 Quadratmeter große Glasfläche des CIVON wurde dafür komplett ausgeleuchtet. Damit wird (NO) Time to Waste in den Abendstunden zu einem besonderen Erlebnis. Außerdem können sich Besucher über einen QR-Code Informationen zur Ausstellung online abrufen.

Öffnungszeiten und Unterstützer

Die Ausstellung ist bis zum 6. Juni 2021 geöffnet. Das Projekt wird über das Euregio-Förderprogramm Interreg und das Programm Leonardo Da Vinci Innovation finanziell unterstützt sowie durch das Europe Direct Informationszentrum Bocholt sowie das deutsch-niederländische Netzwerk Grenzhoppers. Interessierte finden es außerdem auf Instagram unter dem Namen ambacht en kunstenaars (@ambacht_en_kunstenaars).

Hintergrundinformation zu Warmgroen

Warmgroen ist eine Zusammenarbeit von Léon Marie Dekker und Margareth van Aken. Ausgehend von ihren Disziplinen als Künstler und (Mode-)Designer konzentrieren sie sich darauf, die Möglichkeiten und Chancen in der Grenzregion (Oude IJsselstreek und Kreis Borken) zu erweitern, um Kreativität und freies Denken einzubinden und auf sie aufmerksam zu machen. Sie setzen Kunst, Kreativität, Wissenschaft und Technik ein, um Innovation und die sich schnell verändernde Zukunft zu fördern. Damit verbindet Warmgroen Handwerk und Künstler, aber auch Wissenschaft, Technologie, Design und die lokale Fertigungsindustrie, heißt es abschließend.

Flyer mit allen Arbeiten (NO) Time to waste (11,8 MB):

nttw

 

 

 

https://www.civon-innovatiecentrum.nl

eads erhält Förderzusage für Interreg-Projekt Euregiade

Wie kann die Region Westmünsterland/Achterhoek im Wettbewerb der Regionen stärker werden? Welche Möglichkeiten bieten Großevents mit sportbezogenen und kulturellen Schwerpunkten? Die Europäische Akademie des Sports (eads), Bocholt, hat eine Förderzusage für eine mögliche Euregiade erhalten. Jetzt soll geprüft werden, ob solch eine Großveranstaltung realisierbar sein kann. Mit der Euregiade möchten die Projektpartner in der Tradition der Euregiosportfeste der 1970er und 1980er Jahre die grenzübergreifende Zusammenarbeit im sozio-kulturellen Bereich neu ankurbeln.

Die Initiative für ein neuartiges Großevent Euregiade greift dafür auf frühere Erfahrungen der Euregiosportfeste zurück und erweitert sie in einer umfassenden Programm- und Teilnehmerstruktur in einer Förderinitiative, die die gesamte Euregio umfasst. Als Euregiade zeigt das Sport-, Kultur- und Musikevent für Kinder und Jugendliche gewisse Parallelen zu den Ruhr Games, die ebenfalls dezentral und regional auf dem Gebiet des Kommunalverbandes Ruhr ausgetragen werden.

In einem ersten Schritt werden die Projektakteure im Vorfeld durch eine Machbarkeitsstudie die Chancen und den Mehrwert eines solchen Vorhabens für die Region erfassen. Die Akteure dieser Studie werden mit ausgewählten Vertretern von Kommunen, Vereinen, Wirtschafts- und Kultureinrichtungen in Kontakt treten. So sollen erste Einschätzungen und Kooperationen für eine Euregiade gesammelt werden.

Die eads freut sich sehr, das der Eueregiorat den Antrag genehmigt hat und mit einer Anteilsfinanzierung aus dem Rahmenprojekt Interreg V zugesagt hat. Es wird durch die Provinz Gelderland kofinanziert.

Durchgeführt wird die Studie durch die Europäische Akademie des Sports in Zusammenarbeit mit der Hogeschool Arnhem Nijmegen, dem Willibaldt Gebhardt Institut Münster, der Geldersen Sportfederatie und den Provinzen Overijssel  und  Gelderland.

Das Projekt „Machbarkeitsstudie Euregiade“ wird im Rahmen des Interreg-V-A-
Programms Deutschland-Nederland ermöglicht und von der Europäischen Union und Provinz Gelderland mitfinanziert.

Integration durch Sport

Die Europäische Akademie des Sports (eads) hat eine Integrationsinitiative mit Unterstützung der Aktion Mensch gestartet. Die eads erhält für ihre Maßnahmen zur Förderung der „Integration durch Sport“ einen Förderbeitrag der Aktion Mensch.

Die eads gibt mit der Integrationsinitiative der internationalen Fußballakademie des 1. FC Bocholt jungen Flüchtlingen die Möglichkeit, durch ein wöchentliches Sportangebot und alltagssprachliche Kompetenzen besser in die Gesellschaft integriert zu werden. Dies findet auf der Anlage des 1. FC Bocholt, Am Hünting, statt.

Beitrag zur Integration und zur sozialen Bindung von Flüchtlingen durch Sport

Zweimal wöchentlich trainieren junge Flüchtlinge im Fußball mit einem ausgebildeten Trainer und werden bei Fragen zum Alltag betreut. Ziel ist es auch, das deutsche Vereinsleben kennenzulernen sowie die jungen Menschen an die Bocholter Vereine heranzuführen, um so die Integration in die Sportvereine und damit in die (Bocholter) Gesellschaft zu erleichtern.

Akademieleiter Reinhardt te Uhle: „Wir freuen uns sehr, dass die eads mit dieser großartigen Förderung durch die Aktion Mensch einen Beitrag zur Integration und zur sozialen Bindung von Flüchtlingen durch Sport beisteuern kann.“

Kooperationspartner sind: 1. FC Bocholt, Internationale Fußballakademie, Ewibo Bocholt.

Ansprechpartner:

Reinhardt te Uhle, Telefon: (+49) 0 28 71 / 2 17 65-680

Trainer Emad Armanious, Telefon 01523 / 2176 588

Europawoche 2021: „EUnited – gemeinsame Vision für die Zukunft!“

Die Europäische Akademie des Sports (eads) mit Sitz in Bocholt wurde vom Minister für Bundes- und Europangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen für ihr Projekt „Sportdigital – grenzüberschreitend“ prämiert.

Digitales Schülerprojekt der Europäischen Akademie des Sports in der Europawoche 2021 Anfang Mai

Im Schreiben von Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner heißt es: „Ich bin sehr froh, dass sich auch unter Pandemiebedingungen so viele Menschen während der Europawoche mit großem Engagement für die europäische Idee einsetzen. Sie leisten mit ihrer geplanten Initiative einen wichtigen Beitrag dazu, Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Europa ein Stück näher zu bringen. Dafür danke ich Ihnen und wünsche Ihnen für Ihr Projekt viel Erfolg sowie eine spannende und erfolgreiche Europawoche 2021.“

Bewegungsrallyes und Parcours-Apps

Die eads will vor dem Hintergrund der Pandemie die Möglichkeiten digitaler Maßnahmen im Sport praxisnah erproben und in der ersten Mai-Woche 2021 umsetzen. Hierbei werden Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Bocholt West und des Graafschap College Doetinchem gemeinsam Bewegungsrallyes und Parcours-Apps entwickeln und auf Schulhöfen, in Freizeitarealen oder Stadtteilen erproben.

Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag, junge Menschen auch auf die digitalen Möglichkeiten des Sports hinzuweisen sowie Innovation und Digitalisierung im Sport zu stärken, heißt es in einer Mitteilung der Akademie: „Die eads freut sich sehr, dass das Land NRW diese grenzüberschreitende Initiative auch finanziell unterstützen wird.“

Sport als Lernfeld für interkulturelle Kompetenzen

Sport im Kontext von internationaler Zusammenarbeit und Entwicklung: Perspektiven und Herausforderungen im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Praxis

AutorInnen/HerausgeberInnen: Karen Petry

Erscheinungsdatum: 30.03.2020

Petry

Autorin Dr. Karen Petry, seit vielen Jahren Mitglied des eads-Präsidiums. Foto: privat

Im Kontext der zunehmenden gesellschaftlichen Internationalisierung werden Sport und Bewegung einerseits als Integrationsfaktor immer wichtiger. Andererseits verstärken sich die sportbezogenen Ansätze in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Das Buch thematisiert den Beitrag des Sports als Lernfeld für interkulturelle Kompetenzen und skizziert die entwicklungspolitischen Ansätze aus der Perspektive verschiedener deutscher Akteure wie Sportverbänden und Nichtregierungs-Organisationen.

Die Relevanz des Themas „Sport und Bewegung im Kontext von internationaler Zusammenarbeit und Entwicklung“ spiegelt sich gegenwärtig nicht nur im politischen Diskurs wider (EU-Migrationspolitik, Flüchtlingswelle, Einwanderungsgesetz), sondern wird auch in der steigenden Anzahl von Initiativen und Projekten im Bereich der sportbezogenen globalen Zusammenarbeit deutlich.

Nationale und internationale Akteure (Regierungs- und Entwicklungsorganisationen, nationale und internationale Sportverbände, NGOs und Stiftungen) organisieren schwerpunktmäßig Aktivitäten in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit Sport- und Bewegungsbezug, um einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in den Zielländern zu leisten. Andererseits wird hierzulande im Rahmen der Aufnahme- und Integrationsbemühungen von geflüchteten Menschen und Migranten*innen eine ebensolche gesteigerte Aktivität und ein sich anschließender Diskurs sichtbar.

Eine dritte Dimension, die im Zuge der weiter zunehmenden Internationalisierung und Globalisierung erkennbar an Bedeutung zunimmt, ist die vielfältiger werdende Zusammenarbeit zwischen Ländern hinsichtlich erkannter Herausforderungen im Sport.

Antworten auf drei zentrale Fragen

Mit dem hier vorgelegten Herausgeberwerk soll allen drei angesprochenen Dimensionen Rechnung getragen werden, und es gibt Antworten auf drei zentrale Fragen:

Wie können mit Sport und Bewegung integrative gesellschaftliche Prozesse unterstützt werden?

Welchen Beitrag können Sport und Bewegung als Lernfeld für interkulturelle (globale) Kompetenzen leisten?

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Sport und Bewegung ihre entwicklungspolitische Wirksamkeit entfalten können?

Die insgesamt 16 Beiträge umreißen das Handlungsfeld und gehen kritisch auf die entfaltbaren Potenziale, Grenzen und Herausforderungen ein. Insgesamt geben die Beiträge differenzierte Einblicke in die komplexen gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge auf nationaler und internationaler Ebene.

Im eads-Präsidium

Karen Petry arbeitet seit mehr als 25 Jahren als Sportwissenschaftlerin und stellvertretende Leiterin des Instituts für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Bereits während ihrer Promotion und besonders in den vergangenen zehn Jahren hat sie sich verstärkt gesellschaftspolitischen Fragestellungen gewidmet. Sie ist seit mehreren Jahren für die Deutsche Spothochschule Köln Mitglied im Präsidium der Europäischen Akademie des Sports.

eads gratuliert Sebastiaan Platvoet zur Promotion

Sebastiaan Platvoet

Das Präsidium der eads gratuliert Sebastiaan Platvoet von der Hogeschool Arnhem en Nijmegen (HAN) von ganzem Herzen zur erfolgreichen Promotion. Sebastiaan Platvoet konnte Arbeiten und Untersuchungen zur Talenterkennung und -entwicklung im Kontext des Sportunterrichts mit diesem wissenschaftlichen Karriereschritt erfolgreich fortsetzen. Der Lohn dafür: der Doktortitel für Bewegungswissenschaften.

Wir freuen uns sehr darüber und wünschen ihm für seine weitere berufliche und wissenschaftliche Karriere alles erdenklich Gute.

Das Präsidium der eads ist froh und dankbar dafür, dass Sebastiaan Platvoet mit seiner hervorragenden Expertise unsere Arbeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Sport bei wichtigen Themen unterstützt und voranbringt.

Aktion Mensch fördert eads für die Initiative „Integration durch Sport“

Die Europäische Akademie des Sports (eads) erhält für ihre Maßnahmen zur Förderung der „Integration durch Sport“ einen Förderbeitrag der Aktion Mensch.

Die eads gibt mit der Integrationsinitiative der internationale Fußballakademie des 1. FC Bocholt jungen Flüchtlingen die Möglichkeit, durch ein wöchentliches Sportangebot und alltagssprachliche Kompetenzen besser in die Gesellschaft integriert zu werden. Dies findet auf der Anlage des 1. FC Bocholt statt. Die Förderung der Maßnahmen läuft bis Juni 2021.

Zweimal die Woche trainieren junge Flüchtlinge im Fußball mit einem ausgebildeten Trainer und werden bei Fragen zum Alltag betreut.

Ziel ist es auch, das deutsche Vereinsleben kennenzulernen sowie die jungen Flüchtlinge an die Bocholter Vereine heranzuführen, um so die Integration in die Sportvereine und damit in die Bocholter Gesellschaft zu erleichtern.

Darüber hinaus werden auch sportliche Treffen mit anderen städtischen Flüchtlingseinrichtungen im Grenzraum mit den niederländischen Gemeinden Aalten und Berkelland durchgeführt.

Akademieleiter Reinhardt te Uhle: „Wir freuen uns sehr, dass die eads mit dieser großartigen Förderung durch die Aktion Mensch einen Beitrag zur Integration und zur sozialen Bindung von Flüchtlingen durch Sport beisteuern kann.“