Huub Stevens spricht am 14. März im Vennehof Borken

Huub Stevens, am 14. März zu Gast im Venenhof Borken. Foto: Karsten Rabas

Die Fans kürten Huub Stevens beim FC Schalke 04 zum Jahrhunderttrainer. Am Montag, 14. März 2022, ist er ab 19.30 Uhr zu Gast bei einem Podiumsgespräch unter dem Motto „Nimm’s sportlich: niemals aufgeben! Krisen als sportliche und persönliche Herausforderung“, um sowohl über seine Höhen und Tiefen des Lebens zu berichten.

Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm „Krisensicher“ der gleichnamigen Sonderausstellung vom kult Westmünsterland in Vreden und findet in Kooperation mit der EUREGIO, der Europäischen Akademie des Sports und des FARB Forum altes Rathaus Borken statt.

Von links: Dr. Britta Kusch-Arnold (Leitung FARB Stadt Borken), Reinhardt te Uhle (Europäische Akademie des Sports), Christoph Almering (Euregio) und Ute Isferding (kult Westmünsterland) präsentieren die Veranstaltung „Nimm’s sportlich, niemals aufgeben!“

„Niemals aufgeben!“

„Niemals aufgeben!“ – so lautet nicht nur Huub Stevens‘ Autobiografie, sondern auch sein Lebensmotto für die Bewältigung der sportlichen aber auch ganz persönlichen Krisen, die jeden von uns immer wieder aufs Neue herausfordern. Als er gerade 16 Jahre alt war, verunglückte plötzlich sein Vater. Auch über die schwere Erkrankung seiner Ehefrau sowie über die Demenzerkrankung und den Tod seines engen Freundes und langjährigen Wegbegleiters Rudi Assauer spricht Huub Stevens. Beruflich feierte er seine größten Trainererfolge beim FC Schalke 04, gewann hier zweimal den DFB-Pokal und im Jahr 1997 den UEFA-Cup. Er hat aber auch viele andere Stationen in der deutschen Bundesliga sowie im niederländischen Fußball durchlaufen und auch hier so manche Krise gemeistert. Aktuell befindet sich der deutsche Fußball aufgrund der Corona-Pandemie in einer noch nie dagewesenen Krise, meinen Experten.

„Wir freuen uns, dass wir einen so bekannten Akteur aus dem Profisport gewinnen konnten, um über das Thema Krise zu sprechen, denn gerade durch die langjährige Bundesligaerfahrung hat er Einblicke hinter den Kulissen und in unterschiedlichsten Krisen und weiß um die Herausforderung und den Druck, ganz oben mitzuspielen“, erklärt Ute Isferding vom kult Westmünsterland.

Beispiel für Zusammenhalt zwischen Deutschland und den Niederlanden

Huub Stevens war auch immer ein sportliches Beispiel für grenzübergreifenden Zusammenhalt zwischen Deutschland und den Niederlanden. Aufgrund der Coronapandemie wurde das sehr gute deutsch-niederländische Verhältnis durch die unterschiedlichen rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen vor große Herausforderungen gestellt. „Hier in der Grenzregion ist es von besonderem Interesse und großer Bedeutung, den grenzübergreifenden Dialog und das partnerschaftliche Zusammenwirken beider Länder in den Blick zu nehmen und zu leben“, erläutert Christoph Almering, Geschäftsführer der Euregio. Im Gespräch mit Huub Stevens werden auch diese Aspekte thematisiert.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die 2G-plus-Regelung, das heißt es muss ein vollständiger Impfschutz und ein aktueller negativer Coronatest nachgewiesen werden. Durch deutliche Abstandsregelungen für die vorgesehenen Sitzplätze gibt es nur ein begrenztes Kartenkontingent.

Tickets gibt es zum Preis von 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, im kult Westmünsterland, Kirchstraße 14 in Vreden, Telefon 02861/681-1415, oder in der Tourist-Info im FARB, Markt 15 in Borken, Telefon 02861/939-252.

Huub Stevens kommt am 14. März in den Vennehof Borken

Von links: Dr. Britta Kusch-Arnold (Leitung FARB Stadt Borken), Reinhardt te Uhle (Europäische Akademie des Sports), Christoph Almering (Euregio) und Ute Isferding (kult Westmünsterland) präsentieren die Veranstaltung „Nimm’s sportlich, niemals aufgeben!“ Foto: Kreis Borken

Die Veranstaltung „Nimm’s sportlich, niemals aufgeben! Huub Stevens im Gespräch über Krisen als sportliche und persönliche Herausforderung“ mit der Trainerlegende Huub Stevens rückt näher: Die Veranstaltung wird am Montag, 14. März 2022, ab 19.30 Uhr im Borkener Vennehof nachgeholt. Sie war zuvor wegen der Coronapandemie beim Termin im alten Jahr abgesagt worden.

 

Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm „Krisensicher“ vom kult Westmünsterland in Vreden und findet statt in Kooperation mit der EUREGIO, der Europäischen Akademie des Sports und des FARB (Forum altes Rathaus Borken). Es gelten die dann aktuellen Corona-Schutzvorgaben.

Positive Resonanz auf Ergebnisse der Machbarkeitsstudie Euregiade

Zum Jahresende 2021 wurde unter Leitung der Europäischen Akademie des Sports die im Rahmen des Förderprogramms Interreg V-A Deutschland-Nederland von der EU und der Provinz Gelderland geförderte Machbarkeitsstudie einer grenzüberschreitenden Euregiade fertiggestellt. Die Projektpartner – neben der Europäische Akademie des Sports, das Willibald Gebhardt Institut in Münster, die Gelderse Sport Federatie, die Provinz Overijssel sowie die HAN University of Applied Sciences – erarbeiteten neben einem ausführlichen Abschlussbericht auch eine Kurzversion ihrer Studien-Ergebnisse.

Die zentralen Resultate einer Befragung unter den 104 Mitglieds-Kommunen der Euregio in der deutsch-niederländischen Grenzregion wurden am Montag, 7. Februar, bereits im Euregio-Ausschuss „Mozer – Gesellschaftliche Entwicklung“ vorgestellt und stießen dort auf sehr positive Resonanz.

Die Idee einer Euregiade ist, angesichts der Begleiterscheinungen für den Sport-Sektor in Vereinen, Schulen und Kommunen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie neue Impulse für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit (in der Tradition der Euregio Sportfeste der 1970er und 1980er Jahre) zu setzen. Die Machbarkeitsstudie diente als erster Schritt dazu, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Durchführung zu erarbeiten und zu analysieren sowie zeitgleich bereits Sensibilisierung und Resonanz bei den Kommunen zu erzeugen.

Mit Hilfe einer Online-Befragung unter den Mitglieds-Kommunen der Euregio konnten die Projektpartner zentrale Ergebnisse festhalten. In den Kommunen wird die Idee einer Euregiade unter folgenden Voraussetzungen als besonders positiv eingeschätzt:

  • Zielgruppenorientierung,
  • Fokussierung auf traditionelle Sportarten,
  • Einbindung von lokalen Vereinen,
  • Monate Mai und Juni zur Durchführung.

Insgesamt stehen rund zwei Drittel der teilnehmenden Kommunen der Idee einer Euregiade positiv und aufgeschlossen gegenüber. Besonders positiv wird eine Euregiade zur Förderung des Kinder- und Jugendsports als ein neuer, aktueller grenzüberschreitender Impuls nach der Corona-Pandemie gesehen. Aber auch darüber hinaus werden die Möglichkeiten für neue Impulse für Sport, Bewegung und Kultur in der Region durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wahrgenommen.

Zwar sind sich aktuell 50 Prozent der Kommunen noch unsicher, wie die Euregiade ganz konkret unterstützt werden kann; so kann ein Drittel der Kommunen keine finanziellen Ressourcen und keine belastbare personelle Infrastruktur bereitstellen. Aber: Die Bereitschaft der Kommunen als Schnittstelle, um Sport- und Kulturvereine in die Planungen einzubinden, ist äußerst ausgeprägt.

Nächste Schritte sollen nun neben der Kommunikation der Studien-Ergebnisse an alle Euregio-Kommunen auch die Durchführung von Informationsveranstaltungen und Gesprächen mit den Wethoudern und Kreis-/Stadtsportbünden sein. Dies soll dann, je konkreter es Richtung Umsetzung des Events geht, in eine enge Begleitung der lokalen Netzwerke durch eine zentrale Koordinierungsgruppe überleiten. Dafür sollen auch weitere Fördermittel aus Interreg und EU-Töpfen erfasst werden.

Kurzversion Machbarkeitsstudie EUREGIADE

Langfassung in Deutsch und Niederländisch:

Abschlussdokumentation Machbarkeitsstudie EUREGIADE_D-NL