Deutsch-niederländische Ausstellung in Ulft: (NO) Time to waste

Die Exponate zur Ausstellung „(NO) Time to Waste“, ein Teilprojekt der Leonardo da Vinci-Innovation, werden in der Glashalle der DRU in Ulft (Niederlande) coronasicher gezeigt. Foto: Klaus Sievers

Die niederländische Organisation Warmgroen präsentiert im Grenzort Ulft (Niederlande) die Ausstellung (NO) Time to waste, (Keine) Zeit zu verlieren).

Sie arbeitet bei diesem grenzüberschreitenden Kunst- und Handwerksprojekt mit dem Fachbereich Kultur und Bildung der Stadt Bocholt zusammen. Die Werke der 17 deutschen und niederländischen Künstlerinnen und Künstler sind in der Glasfassade des CIVON-Innovationszentrum, Hutteweg 32 in Ulft, unweit der deutsch-niederländischen Grenze, coronasicher bis zum 6. Juni zu sehen, teilt die Stadt Bocholt mit.

Digitale Präsentation auf Youtube

Aus aktuellem Anlass stellen die Organisatoren die Kunstwerke sowie die Künstlerinnen und Künstler online vor. Die Filmemacherin Olga Tops von Frame A Story hat mit jedem Künstler und jeder Künstlerin sowie den Handwerkspartner ein kurzes Interview geführt. Dieses wird mit dem Kunstwerk auf Youtube gezeigt. https://www.youtube.com/channel/UC-LWVZHqi1TwG7T7X0T5w3g

Künstler und Handwerker verbinden sich

Damit können deutsche Interessierte das Kunsterlebnis (NO) Time to Waste online miterleben. 17 deutsche und niederländische Künstlerinnen und Künstler haben sich mit ebenso vielen Handwerksbetrieben zusammengetan und gemeinsam ihre Kunstwerke erarbeitet. Das Projekt zielt darauf ab, ein breites Publikum für historische Techniken, immaterielles Erbe, die Kreativwirtschaft und Künstler/Designer in der Grenzregion zu begeistern. Die Verbindungen, die Zusammenarbeit und der Prozess bilden wesentliche Bestandteile in diesem grenzüberschreitenden Projekt.

Experimente und neue Techniken

Die Künstler haben während der mehrmonatigen Schaffensphase viel experimentiert und neue Techniken ausprobiert. Ziel war es, auf diesem Weg das Handwerk und die Materialien, die in den einzelnen Betrieben verwendet werden, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Kunstwerke können im Vorbeigehen von Außen betrachtet werden. Die 120 Quadratmeter große Glasfläche des CIVON wurde dafür komplett ausgeleuchtet. Damit wird (NO) Time to Waste in den Abendstunden zu einem besonderen Erlebnis. Außerdem können sich Besucher über einen QR-Code Informationen zur Ausstellung online abrufen.

Öffnungszeiten und Unterstützer

Die Ausstellung ist bis zum 6. Juni 2021 geöffnet. Das Projekt wird über das Euregio-Förderprogramm Interreg und das Programm Leonardo Da Vinci Innovation finanziell unterstützt sowie durch das Europe Direct Informationszentrum Bocholt sowie das deutsch-niederländische Netzwerk Grenzhoppers. Interessierte finden es außerdem auf Instagram unter dem Namen ambacht en kunstenaars (@ambacht_en_kunstenaars).

Hintergrundinformation zu Warmgroen

Warmgroen ist eine Zusammenarbeit von Léon Marie Dekker und Margareth van Aken. Ausgehend von ihren Disziplinen als Künstler und (Mode-)Designer konzentrieren sie sich darauf, die Möglichkeiten und Chancen in der Grenzregion (Oude IJsselstreek und Kreis Borken) zu erweitern, um Kreativität und freies Denken einzubinden und auf sie aufmerksam zu machen. Sie setzen Kunst, Kreativität, Wissenschaft und Technik ein, um Innovation und die sich schnell verändernde Zukunft zu fördern. Damit verbindet Warmgroen Handwerk und Künstler, aber auch Wissenschaft, Technologie, Design und die lokale Fertigungsindustrie, heißt es abschließend.

Flyer mit allen Arbeiten (NO) Time to waste (11,8 MB):

nttw

 

 

 

https://www.civon-innovatiecentrum.nl

eads erhält Förderzusage für Interreg-Projekt Euregiade

Wie kann die Region Westmünsterland/Achterhoek im Wettbewerb der Regionen stärker werden? Welche Möglichkeiten bieten Großevents mit sportbezogenen und kulturellen Schwerpunkten? Die Europäische Akademie des Sports (eads), Bocholt, hat eine Förderzusage für eine mögliche Euregiade erhalten. Jetzt soll geprüft werden, ob solch eine Großveranstaltung realisierbar sein kann. Mit der Euregiade möchten die Projektpartner in der Tradition der Euregiosportfeste der 1970er und 1980er Jahre die grenzübergreifende Zusammenarbeit im sozio-kulturellen Bereich neu ankurbeln.

Die Initiative für ein neuartiges Großevent Euregiade greift dafür auf frühere Erfahrungen der Euregiosportfeste zurück und erweitert sie in einer umfassenden Programm- und Teilnehmerstruktur in einer Förderinitiative, die die gesamte Euregio umfasst. Als Euregiade zeigt das Sport-, Kultur- und Musikevent für Kinder und Jugendliche gewisse Parallelen zu den Ruhr Games, die ebenfalls dezentral und regional auf dem Gebiet des Kommunalverbandes Ruhr ausgetragen werden.

In einem ersten Schritt werden die Projektakteure im Vorfeld durch eine Machbarkeitsstudie die Chancen und den Mehrwert eines solchen Vorhabens für die Region erfassen. Die Akteure dieser Studie werden mit ausgewählten Vertretern von Kommunen, Vereinen, Wirtschafts- und Kultureinrichtungen in Kontakt treten. So sollen erste Einschätzungen und Kooperationen für eine Euregiade gesammelt werden.

Die eads freut sich sehr, das der Eueregiorat den Antrag genehmigt hat und mit einer Anteilsfinanzierung aus dem Rahmenprojekt Interreg V zugesagt hat. Es wird durch die Provinz Gelderland kofinanziert.

Durchgeführt wird die Studie durch die Europäische Akademie des Sports in Zusammenarbeit mit der Hogeschool Arnhem Nijmegen, dem Willibaldt Gebhardt Institut Münster, der Geldersen Sportfederatie und den Provinzen Overijssel  und  Gelderland.

Das Projekt „Machbarkeitsstudie Euregiade“ wird im Rahmen des Interreg-V-A-
Programms Deutschland-Nederland ermöglicht und von der Europäischen Union und Provinz Gelderland mitfinanziert.