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PRESSE

Landesweite Welle: „Ab jetzt für immer – Schwimmer!“

Bis zu 30 Prozent der Grundschüler können nicht schwimmen:

Schwimmverband NRW sorgt sich um Kinder

In diesem Sommer ein Drittel mehr Badetote als in 2005

„Schulen und Vereine sollten enger zusammenarbeiten

Rheine/Velen (eads-press). „Immer weniger Kinder können schwimmen. Das ist eine Entwicklung, die uns große Sorge bereitet.“ Das sagte ein Fachmann des nassen Elements in Rheine: Adolf Hillebrand, Geschäftsführer des Schwimmverbands Nordrhein-Westfalen (swimpool, SV NRW) machte mit Nachdruck vor der Presse beim Schwimmverein Rheine auf eine Problematik aufmerksam, die in den letzten Jahren offenbar buchstäblich untergetaucht sei. Anlass der Pressekonferenz war die Austragung der ersten grenzüberschreitenden Euregio-Cups mit 300 Aktiven im Rahmen der Aktion „Schwimmen grenzenlos 2006“ im Rheiner Hallenbad. Initiator ist die Europäische Akademie des Sports (eads), Velen.

Hillebrands Verband, dem in 580 Vereinen in Westdeutschland 200 000 Mitglieder angehören, verweist auf eine alarmierende Zahl: Immer mehr Grundschüler könnten nicht schwimmen, teilweise bis zu 30 Prozent. Auch dies sei mit ein Grund, dass immer mehr Kinder und Jugendliche in Badeseen oder Flüssen ertrinken würden. Hillebrand: „Das ist eine sehr beklagenswerte Entwicklung. In diesem Sommer sind fast 500 Menschen ertrunken, zum derzeitigen Zeitpunkt mehr als ein Drittel als im Jahr 2005.“ Absehen davon würden nichtschwimmende Kinder in „ihrer Persönlichkeitsstruktur benachteiligt“, es ginge ein „wichtiges Stück Lebensqualität verloren.“

Vor allem die Eltern müssten zur Unterstützung herangezogen werden, aber auch die Schulen, selbst wenn – beklagte der Verbandsvertreter in Rheine – die „Umstände für einen geregelten Schulschwimmunterricht oft widrig“ seien, zum Beispiel weil die Bäder zu weit von den Schulen entfernt lägen, es an Schwimmzeiten mangele oder an geeigneter Fachausbildung von Lehrern. Die Aktion „Kinder müssen schwimmen lernen“ werde auch von Innenminister Ingo Wolf voll unterstützt. Auch Schule und Schwimmverein müssten enger zusammenarbeiten, forderte in Rheine in der Pressekonferenz der Vorsitzende des Sportausschusses, José Azevedo (CDU). Er forderte die Klubs geradezu auf, auf die Kinder zuzugehen angesichts zurückgehender Bevölkerungszahlen: „Das ist geradezu die klassische Chance für den Verein, im Dialog mit Schulen und Kindergärten die Mädchen und Jungen anzusprechen und für sich zu gewinnen. Diejenigen, die sich nicht bewegen, werden später die Verlierer sein.“

In den Niederlanden gibt es praktisch keine Schwimmprobleme, sagte Hans van der Molen (Enschede) vom niederländischen Schwimmverband KNZB, Region Overijssel. Gemeinden und private Schulen sorgten dafür, dass die Kinder meist vor dem Eintritt ins Schulalter schwimmen lernten: „Die sind dann drei bis fünf Jahre und machen das A-, B- oder C-Diplom.“ Der Anteil der Nichtschwimmer der bis Zwölfjährigen liege bei unter zehn Prozent.

Adolf Hillebrand hofft mit dem Schwimmverband NRW, dass auch die Zahl der so genannten „Halbschwimmer“, die nur einige wenige Züge fertigbrächten, deutlich reduziert werde. Das neue Motto solle am besten eine landesweite Welle auslösen: „Ab jetzt für immer: Schwimmer!“

> www.schwimmverein-rheine-1968.de

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eads-Tagung „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ im Sportschloss Velen

Gegen den Trend steuern – oder: „Dicke Kinder von heute werden Diabetiker von morgen“

 Velen startet bald großes Programm: Eine Gemeinde bewegt sich

Velen (eads-press). Die kommunalen Initiativen gegen Bewegungsmangel und falsche Ernährung sind bei dem Aufbau von vernetzten Bewegungsangeboten auf einem guten Weg. Das ist das Fazit einer zweitägigen Veranstaltung der Europäischen Akademie des Sports (eads) in Zusammenarbeit mit dem Willibald-Gebhardt-Institut (WGI) Essen und dem Nationalen Institut für Sport und Bewegung (NISB) der Niederlande, teilte die eads am Freitag mit.

Mehr als 30 Experten aus vier Ländern trafen sich im Sportschloss Velen zu einem Informationsaustausch, um über den aktuellen Entwicklungsstand ihrer Aufbauarbeiten in den jeweiligen Kommunen zu berichten.

Zuvor begrüßte Ludger Triphaus, Vizepräsident der Akademie, die Anwesenden und betonte die Notwendigkeit, Sport und Bewegung stärker in die bisherigen Präventionsprogramme einzubauen. Hierbei sei die geplante grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den veschiedenen Euregios eine richtungsweisende Initiative.

Henning Schreiber vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen verwies auf die alarmierenden Zahlen, wonach immer mehr Kinder und Jugendliche durch Fernseh- und Computerkonsum immer weniger Bewegungsanreize erhielten. Schreiber: „Die dicken Kinder von heute werden die Diabetiker von morgen.“

Welche Wege man dagegen vornehmen möchte, stellten Vertreter verschiedener Kommunen aus Velen, Enschede (Niederlande), Wils und Röser (Luxemburg) vor. So werden in Velen unter dem Motto „Eine Gemeinde bewegt sich“ enge Kooperationen zwischen Schule, Verein, Kindergarten, Ärzten, Reha- Bereichen und weiteren Organisationen schon bald angestrebt. Dabei sei auch der Austausch mit der Gemeinde Winterswijk ein Ziel dieser Initiative. Gesunde Ernährung, Bewegungsangebote und aktive geistige Bewegung stünden im Vordergrund, verdeutlichte Velens Beigeordneter Peters in seinem Referat.

In Enschede werden zur Förderung sportlichen Tuns Bewegungsmanager, insbesondere an den Grundschulen, eingesetzt. Eine wiederkehrende Auswertung der Bewegungsfähigkeiten über besondere Testverfahren sowie ein Bewegungsbuch für Kinder gehörten ebenfalls zum angestrebten Angebot der Enscheder.

Erwin Schmitz, Geschäftsführer der Euregio Rhein-Waal mit Sitz in Kleve, begrüßte die deutsch-niederländische Zusammenarbeit und verwies auf Möglichkeiten der Förderung im Rahmen von Teilprojekten, falls deutsche und niederländische Kommunen gemeinsame Organisationsnetze entwickeln möchten. Jakob Kornbeck von der EU-Kommission versprach Unterstützung auch durch Brüssel für dieses in Europa wichtige Thema.

Prof. Dr. Roland Naul vom Willibald-Gebhardt-Institut sowie Reinhardt te Uhle von der eads waren sich einig, dass in einem weiteren Schritt die Informationen an die Kommunen forciert werden müssten und dass die Zusammenarbeit mit Ministerien, Sportverbänden und kommunalen Partnern weiter konkretisiert werden sollen. „Diesbezüglich sind schon zahlreiche Impulse von Velen ausgegangen“, betonten Naul und te Uhle gestern abschließend.

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Velen/Duisburg (eads-press). Einen flammenden Appell richtete Ex-Nationalspieler und Trainer Holger Fach (44) an Fußballvereine und -Verantwortliche: Getreu dem Grundatz „die besten Trainer in die F-Jugend“ solle dringend in die Trainerausbildung und -bezahlung investiert werden. Fach: „Seit 30 Jahren wird darüber geredet, doch geändert hat sich nichts.“ Auch der „vierte oder fünfte Jugendtrainer in den großen Bundesligaklubs“ müsse hauptamtlich arbeiten. „Das macht sich für die Vereine immer bezahlt, ist aber nicht durchsetzbar. Alles Geld geht in die Profiabteilung“, bilanzierte mit dem gleichen Ergebnis Ex-Europameister und Trainer Bernard Dietz (58) bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Fußball der Zukunft – Potenzial und Grenzen“ in der Sportschule Duisburg-Wedau.

Das Gespräch beschloss ein informatives, international besetztes Seminar „Zukunftswerkstatt Fußball grenzenlos“, das von dem neuen Akademiepräsidenten Walter Schneeloch, zugleich Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, eröffnet worden war. Das Symposium fand im Rahmen der Europawoche des Landes Nordrhein-Westfalen statt . Es war der Auftakt zur länderüberschreitenden Fußball-Freundschaftsspielserie „Respect-Zick-Zack-Turniere“ kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft. Die Zick-Zack-Aktionen im Grenzraum Deutschland/Holland/Belgien waren schon im Jahr 2000 zur Europameisterschaft sehr erfolgreich gelaufen.

Veranstaltungspartner einer Turnierserie mit knapp 30 örtlichen Ausrichtern in Deutschland, Holland und Belgien ist federführend wiederum die Europäische Akademie des Sports (eads) mit Sitz in Velen (Kreis Borken). Mit im Team der Veranstalter sind außerdem: die Euregio Rhein-Waal (Kleve), der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletik-Verband (WFLV, Duisburg), auch Gastgeber der „Zukunftswerkstatt“ in Duisburg, der niederländische Fußballbund KNVB, die Interessengemeinschaft der Fußballvereine der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens sowie das Land Nordrhein-Westfalen. An den 30 Turnieren werden zusammen etwa 10 000 Jugend- und Seniorenspieler teilnehmen, berichtete die eads in einer Pressemitteilung.

Der Fußball stehe in den nächsten gut 40 Jahren vor gewaltigen Veränderungen, prognostizierte Professor Dr. Christian Wopp von der Universität Osnabrück. Ohne Wanderungsgewinne aus anderen Ländern würden aufgrund der demographischen Entwicklung im Jahr 2050 nur noch 53 Millionen Einwohner in Deutschland leben gegenüber jetzt gut 80. Dies habe Auswirkungen auf alle Bereiche, natürlich auch auf den Fußball und die Stärke der Mannschaften, sagte Wopp. „Elf Freunde werden die Teams nicht mehr zusammenkriegen.“ Der Sportwissenschaftler hat eine umfangreiche Studie für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) erstellt, die diese Woche vorgelegt wird.

Es werde andere Formen des Fußballspielens und der weiter steigenden Freizeitbeschäftigung geben wie Speedsoccer, Cagesoccer oder Futsal – Mannschaftsspiele mit wenigen Teammitgliedern unter fußballähnlichen Bedingungen.

Der DFB, größter Sportverband der Welt mit über sechs Millionen Mitgliedern, müsse sich verstärkt „um die Qualität der Spieler kümmern“, schlug Wopp vor. Dies werde offenbar angestrebt.

Weniger Fußballer in Deutschland – mehr in den Niederlanden? Diese langfristig ausgerichtete Verbandsstrategie erläuterte KNVB-Marketingmanager Arno Bendermacher vor dem Fachpublikum in Duisburg. Von jetzt 1,1 Millionen Mitgliedern solle die Zahl bis 2012 auf 1,4 Millionen gesteigert werden.

Zahlreiche Maßnahmen seien angedacht, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Fußballspiel bringen oder es ihnen erhalten solle: zum Beispiel Sonntag-Morgen-Angebote für die ab Fünfjährigen mit der gesamten Familie, saturday night fever mit 16- bis 20-Jährigen mit Disco samstags abends, Spielangebote für Manager („Zeit als Kostenfaktor“) oder Internetportale, in denen sich 45- bis 65-Jährige selber eine Mannschaft zusammenstellen können – holländische Fußball-Innovationen, in die der Verband bis Ende der Aktionen 2012 vier Millionen Euro steckt. Bendermacher: „Es muss ein neues Denken einkehren.“

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Im internationalen Austausch und bei der WM am Ball

Foto: Peter Voss / NRZ Niederrhein

Velen - (pd). Die Europäische Akademie des Sports Velen hat ein umfangreiches Jahresprogramm mit Sportaktivitäten, Seminaren, Expertengesprächen und Konferenzen im grenzüberschreitenden europäischen Austausch auf die Beine gestellt.

Fast 30 Veranstaltungen zeigen das gesamte Spektrum grenzüberschreitender Kooperationsmöglichkeiten auf. Aktuell zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland sind vielfältige grenzüberschreitende Aktionen rund um Fußball geplant. In diesem Rahmen wird ein Zick-Zack-Turnier verschiedene Wettbewerbe unter zahlreichen Mannschaften im Jugend-, Schul- sowie Straßenfußball ausgerichtet. Auch für andere Sportarten gibt es Angebote.

Der große Bereich der Qualifizierungen sieht in diesem Jahr Lehrer- und Trainerfortbildungen in der Olympischen Erziehung vor. Erstmals wird in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Gelsenkirchen /Abteilung Bocholt und der Universität Nijmegen ein Fernlehrstudium im Sporttourismus angeboten.

Um die Zusammenarbeit mit den Fachverbänden zu intensivieren, werden unter der Rubrik "Strukturenvergleiche" Gespräche über die Situation und Entwicklung in den verschiedenen Sportarten grenzüberschreitender Projekte geführt. Themen sind unter anderem wiederum die Fußball-WM, ein deutsch-niederländischer-belgisch Austausch, Kirche und Sport, Leichtathletik grenzenlos und vieles mehr. Darüber hinaus startet das 2. Deutsch-polnisches Sportsymposium sowie ein 2. Deutsch-tschechisches Schulsportsymposium.

Kommunale Sportentwicklungen sollen über neue Projekte wie ein "Sportservicebüro" und die Förderung eines aktiven Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen unterstützt werden.

Die Vielzahl der Aktivitäten werden insbesondere durch das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen sowie durch die Euregio`s finanziell unterstützt.

www.eads.de

20. Februar 2006 | Quelle: ...

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Pressemitteilung Europäische Akademie des Sports, Velen, 25. Januar 2006

"Wenn es die Europäische Akademie des Sports nicht schon gäbe,
müsste sie geschaffen werden"

¨ LSB-Präsident Walter Schneeloch löst Johannes Eulering im Vorstand ab
¨ Ex-Vorsitzender Eulering wird Ehrenvorsitzender
¨ "Standort durch neue Kooperation auf Jahre sichergestellt"

Velen/Kreis Borken (eads-press). Die Europäische Akademie des Sports
(eads) mit Sitz in Velen/Münsterland hat einen neuen Vorsitzenden:
Die Mitgliederversammlung bestätigte Walter Schneeloch als neuen Chef der Akademie. Er wurde praktisch qua Amt Präsident aufgrund einer neuen Satzung, nach der der jeweilige Präsident des Landessportbundes (LSB) Nordrhein-Westfalen auch die eads führt. Die enge Kooperation mit dem LSB war im Vorjahr während der LSB-Hauptausschusssitzung geschlossen worden. Der bisherige eads-Präsident, Dr. Johannes Eulering, wurde einstimmig zum ersten Ehrenvorsitzenden gewählt. Neu im Präsidium sind auch Geschäftsführer Walter Probst und Schatzmeister Josef Bowinkelmann, teilte die eads am Mittwoch mit.

Wichtiger als die Neubesetzung des Präsidiums war den Versammelten die Neustrukturierung: Damit sei die Arbeitsgrundlage für die Akademie zementiert, hieß es bei der Zusammenkunft im Sportschloss Velen - eine wichtige Weichenstellung, wie auch Vizepräsident Ludger Triphaus, dessen Position nicht zur Wahl stand, kommentierte: "Durch die enge Zusammenarbeit mit dem großen LSB ist der Standort Velen auf Jahre hinaus sichergestellt. Und das ist auch für den Kreis Borken von enormer Bedeutung", wertete der Bocholter das Zusammengehen desüber fünf Millionen Mitglieder starken LSB und der eads.

Die Kooperation bestünde in beiderseitigem Interesse, begründete Walter Schneeloch gegenüber den knapp 50 Vertretern aus Verbänden und Institutionen. "Keiner weiß so genau wie die eads, welche Sportfördermöglichkeiten es im Rahmen der Europäischen Union gibt. Darüber werden wir genau unterrichtet. Wenn es die eads nicht schon gäbe, hätte der LSB eine solche Einrichtung schaffen müssen. Diese Aufgaben konnten wir an die eads ausgliedern. Und das ist eine gute Sache." LSB und Akademie seien somit "auf dem richtigen Weg, neue Strukturen für die Zukunft abzusichern."

Worte der Anerkennung und des Dankes richtete Schneeloch an seinen Vorgänger Johannes Eulering: "Hannes, du hast dich um den Sport im zusammenwachsenden Europa in besonderem Maße verdient gemacht." Und dies unterstrich auch Karl-Heinz Bickmann (Bocholt), früherer Kreissportbund-Vorsitzender, als Versammlungsleiter: "Johannes Eulering gehörte 1992 mit zu den Gründern der eads. Wenn ich sehe, was aus der Akademie im Laufe der Jahre erwachsen ist, dann verdient das höchste Achtung."

Als neues Beiratsmitglied wurde Theo Joosten vom Niederländischen Olympischen Komitee in den Vorstand gewählt. Er hatte zuvor über die Arbeit von Komitee und Sportverband referiert und vielfältige Vorteile aufgezeigt - die Holländer sind schon dort, stellte Schneeloch fest, wo der deutsche Sport nach Zusammenfluss von NOK und Deutschem Sportbund erst noch hinwolle.

Akademieleiter Reinhardt te Uhle wurde gute eads-Arbeit bestätigt. Er nannte zahlreiche Aktionen, die in diesem Jahr anstünden und stellte das neue Jahresprogramm 2006 vor. Ein Highlight sei im Fußball- Weltmeisterschaftsjahr ein länderübergreifendes Zick-Zack-Turnier mit belgischen, niederländischen und deutschen Jugendlichen. Mit deutschen und holländischen Kommunen solle grenzüberschreitend ein Sportangebot geschaffen werden: "Warum sollen Städte wie Bocholt und Winterswijk oder Gronau und Enschede nicht viel stärker im Sport- Servicebereich kooperieren?", stellte te Uhle heraus. Ein weiteres
Großprojekt sei das erste grenzüberschreitende Fernlehrstudium Sporttourismus (ab 1. Februar) sowie bereits in Planung: "Gesunde Kinder in gesunden Kommunen" - ein deutsch-niederländisches Netzwerk mit Vereinen, Schulen und Städten, das auch bei der Europäischen Union auf großes Interesse stoße, führte te Uhle in Velen aus.

Wechsel im Vorstand der Europäischen Akademie des Sports: Walter
Schneeloch (links) löst Dr. Johannes Eulering ab, der aufgrund seiner
großen Verdienste für den europäischen Sport zum Ehrenvorsitzenden
gewählt wurde

Fotos: eads/andresen-presseservice

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Diabolo’ gibt grenzüberschreitenden Jugendbegegnungen den richtigen Dreh

 

Deutsch-niederländisches Jugendservicebüro feiert Eröffnung

GRONAU/ENSCHEDE – Der deutsch-niederländische Jugendaustausch erhält einen neuen Impuls. Unter dem Namen ‚Diabolo’ öffnet das grenzüberschreitende Jugendservicebüro der EUREGIO seine Türen für ratsuchende Jugendpfleger und Jugendliche von 12 bis 25 Jahren, die Kontakt zu Gleichaltrigen im Nachbarland suchen. Die Eröffnungsfeier findet heute um 10:45 Uhr im Rock ’n Popmuseum in Gronau statt. Über 60 Gäste, darunter ein hochrangiger Vertreter des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen sowie zahlreiche Jugendpfleger aus dem gesamten EUREGIO-Gebiet, haben ihre Teilnahme angekündigt. Schüler der Elsa-Brandström-Realschule in Rheine, des Werner-von-Siemens-Gymnasiums Gronau und der Scholengemeenschap Twickel aus Borne werden musikalisch zum Gelingen der Feier beitragen. Am Nachmittag findet ein Seminar über die Vermittlungs- und Fördermöglichkeiten des grenzüberschreitenden Jugendaustauschs statt.

In der EUREGIO besteht ein großer Bedarf an der Unterstützung von außerschulischen Kontakten zwischen deutschen und niederländischen Jugendlichen. Das neu gegründete Servicebüro Diabolo wird die Wünsche von deutschen und niederländischen Jugendvereinen und -gruppen aufnehmen und geeignete Partner grenzüberschreitend miteinander in Kontakt bringen. Außerdem gibt Diabolo Auskunft über bestehende Fördermöglichkeiten. Jeder Sportverein, jede Kultur- und Musikgruppe oder Jugendorganisation ist willkommen. Auch Jugendliche, die individuell Kontakt mit niederländischen Altersgenossen aufnehmen möchten, finden bei Diabolo Hilfe. Das Servicebüro ist von montags bis donnerstags von 8:30-17:00 Uhr und freitags von 8.30-12:30 Uhr geöffnet. Kontakt: EUREGIO / Jugendservicebüro Diabolo, Enscheder Str. 362, 48599 Gronau, Tel. 02562/702-40, E-Mail: info@diabolojugend.de; Internet: www.diabolojugend.de.

Das Jugendservicebüro Diabolo ist ein Projekt der EUREGIO in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, dem Jeugdbureau Stap aus Ommen, dem Landkreis Grafschaft Bentheim sowie dem Spektrum Gelderland aus Velp. Die Zusammenarbeit wird im Rahmen des INTERREG-IIIA-Programms von der Europäischen Union sowie von den Wirtschaftsministerien der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie von der Provinz Overijssel finanziell unterstützt.

Über das INTERREG-IIIA-Programm

INTERREG-IIIA ist ein Förderprogramm der Europäischen Union. Ziel ist es, die räumliche und wirtschaftliche Entwicklung der Grenzgebiete zu verbessern. Die Finanzierung von INTERREG-IIIA erfolgt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Für die achtjährige Laufzeit der INTERREG-IIIA-Initiative (2001-2008) hat die Europäische Union der EUREGIO einen Betrag von 48,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit werden Projekte gefördert, die einen grenzüberschreitenden Charakter aufweisen und die sozio-ökonomische Entwicklung des EUREGIO-Gebiets strukturell verbessern.

Am INTERREG-IIIA-Programm nehmen neben der EUREGIO die Wirtschaftsministerien der Niederlande und der deutschen Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (mit der Bezirksregierung Münster) sowie die niederländischen Provinzen Overijssel und Gelderland teil. Eine Übersicht aller bereits genehmigten INTERREG-IIIA-Projekte für das EUREGIO-Gebiet befindet sich im Internet unter www.interreg.euregio.de.

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Präsidium bei der Europäischen Akademie des Sports Velen bestätigt

Zusammenarbeit mit Landessportbund wird verstärkt

 

Velen (eads-press). Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Europäischen Akademie des Sports (eads) Velden wurden weitere wichtige Weichen für die Zukunftssicherung der eads gestellt. So soll unter anderem die bisherige gute Zusammenarbeit mit dem Landessportbund NRW noch weiter inhaltlich und personell ausgebaut werden, teilte die eads gestern in einer Presseerklärung mit.

Für Richard Winkels, Vizepräsident der Akademie und Präsident des Landesportbundes, erfülle die eads eine wichtige Funktion im Land Nordrhein-Westfalen, den Vereinen und Verbänden bei den bürokratischen Abläufen einer EU-Förderung behilflich zu sein. Gleichzeitig wurde die besondere Position des Kreises Borken als Gründungsmitglied der Akademie hervorgehoben.

Die Neuwahl des Präsidiums ergab folgendes Ergebnis:

Präsident Dr. Johannes Eulering

Vizepräsident Richard Winkels, LandesSportBund NRW

Vizepräsident Frits Douma, Gelderse Sportfederatie

Vizepräsident Ludger Triphaus, Stadt Bocholt

Beisitzer Werner Haßenkamp, Kreis Borken

Beisitzer Prof. Dr. Walter Tokarski, Deutsche Sporthochschule Köln

Beisitzer Franz-Josef Probst, Westdeutscher Fußball- und Leichtathletikverband

Beisitzer Theo Joosten, NOC*NSF Niederlande

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2. Sportforum Rhein-Waal

Kleve/Vreden (eads-press). Ein Blick zurück, mehr noch aber ein Blick voraus: Der Stand im Mittelpunkt des zweiten Sportforums Rhein-Waal anlässlich der Bilanzierung des „Europäischen Jahres der Erziehung durch Sport 2004“ (EJES) in Kleve-Rindern. Die Euregio Rhein-Waal und die Europäische Akademie des Sports (eads) Velen fassten als Mitveranstalter von 16 grenzüberschreitenden Treffen von Sportlern, Trainern und Lehrer die Aktion „als überaus gelungen und erfolgreich“ zusammen, wie eads-Leiter Reinhardt te Uhle gestern im Pressedienst der Akademie betonte.

Te Uhle: „Für uns war die Veranstaltung vor allem ein Ausblick in weitergehende Veranstaltungen und Projekte, die als Ermunterung und Ideengeber dienen. Das EJES war beileibe keine Eintagsfliege, sondern wird die Sportbeziehungen beider Länder weiter beflügeln. So haben sich die zuschusswürdigen Anträge auf Austauscher beiderseits der Grenze in den vergangenen fünf Jahren verfünffacht“, sagte te Uhle gestern. Verbesserungswürdig sei allein der Austausch Jugendlicher und von Schulen. Hier gebe es Nachholbedarf.

Gleichwohl sei auch zu vermerken, dass beispielsweise einige Schulen sehr eng zusammenarbeiten. Die Katholischen Liebfrauengrundschule Emmerich sowie vier weitere niederländische Partnerschulen aus der Grenzregion haben untereinander ein Euregio-Sportfest in der Leichtathletik organisiert; 207 Schüler nahmen teil. Solch „tolle Aktionen“, wie te Uhle betonte, müssten belohnt werden: Vertreter der Schule erhielten ein eigenes kreiertes Zertifikat – wie auch die sechs weiteren Vereine und Organisationen, die im Rahmen des zweiten Sportforums geehrt und mit insgesamt 550 Euro in Form von Warengutscheinen von Sponsor Sport-Thieme ausgezeichnet wurden; das sind: Springer Kranenburg/Schach; Bezirksregierung Düsseldorf/Schulsportfest Xanten; Stadtsportbund Duisburg/internationale Boxturniere; DLRG-Ortsgruppe Alpen/Wettkämpfe mit der Rettungsbrigarde Weert, NL; Leichtathletik Nütterden/Runtime Euregio, Volks- und Straßenlauf; Gehandicapten de Liemers Didam/Stichting Spel-Sportinstuif, Sportabend mit der Lebenshilfe Emmerich-Rees.

Durch weitere Sportprojekte würden die Kontakte zwischen Deutschland und Holland weiter belebt werden, hieß es beim zweiten Sportforum in der Wasserburg Rindern. So seien unter anderem geplant: internationales Jugendtreffen in Venray, Treffen der Verbände Leichtathletik und Fußball, Kontakt über Internetbörsen, Bildung von Arbeitsgruppen im Sport, Fortbildungen für Lehrkräfte und Trainer (olympische Erziehung), weitere Sportbegegnungen, auch zur Fußball-Weltmeisterschaft U 20 in Holland, Spielorte sind auch die grenznahen Städten Enschede und Doetinchem.

Svenja Knecht von der Euregio Rhein-Waal stellte ausführlich die neue Internettauschbörse vor: Hier können Vereine, Schulen oder Sportorganisationen übers Internet Mannschaften oder Sportler ausfindig machen, mit denen sie Freundschaftswettkämpfe vereinbaren möchten. Die Adresse: www.euregio.org

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EUREGIO Hallenfußballturnier - Kreis Steinfurt gewinnt den CUP 2004

Aus 30 an den Vorrunden teilnehmenden Mannschaften hatten sich im Vorfeld 11 Teams für die Endrunde qualifiziert. Als zwischen-zeitlich die Gemeinde Recke, die Gemeente Aalten, die Stadt Ahlen und auch noch Lengerich abgesagt hatten, blieben noch sieben Teams übrig, die im Vergleich jeder gegen jeden den diesjährigen EUREGIO-Meister ermittelten. Es waren dies die Stadt Gronau, Stadt Rhede, Stadt Lienen, Kreis Steinfurt, Kreis Warendorf, Gemeinde Hörstel, Stadt Ahlen sowie Titelverteidiger Stadt Bocholt.

Einer der Favoriten, die Stadt Gronau, begann das erste Spiel gegen Lienen gleich mit einem souveränen 4: 1 und auch der Kreis Steinfurt ließ beim 4: 0 über die erstmalig bei einer Endrunde vertretene Stadt Rhede nichts anbrennen. Titelverteidiger Stadt Bocholt, nicht in Bestbesetzung angetreten, bekam es mit der Vertretung des Kreises Warendorf zu tun. Trotz drückender Überlegenheit wollte der Ball nicht ins Tor, es blieb bei einem enttäuschenden 0: 0. Dennoch sollten es diese drei Teams sein, die den Sieg entscheiden sollten. Sowohl Gronau als auch Steinfurt blieben in den weiteren Spielen souverän. Im direkten Vergleich beider Teams gab es ein glückliches 1: 0 für den Kreis Steinfurt. Den Bocholtern war zuvor ein 1: 1 gegen Steinfurt geglückt, damit war das Turnier schon fast zugunsten der Kreis-Fußballer aus Steinfurt entschieden, konnten doch die anderen Teams nicht so mithalten.

Als Gronau und Bocholt dann "nur" 0: 0 spielten, dabei hatten beide Teams durchaus gute Tormöglichkeiten, die allerdings nicht genutzt werden konnten. Steinfurt hätte sich im letzten Spiel gegen Lienen durchaus eine Niederlage erlauben können, ließen aber beim sicheren 3: 0 nichts mehr anbrennen.

Bürgermeister Peter Nebelo nahm im Anschluss die Siegerehrung vor und bedankte sich beim Schiedsrichter Heiner Portz, der sämtliche Partien souverän über die Bühne gebracht hatte, sowie bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die den reibungslosen Ablauf gewährleistet hätten. Auch Hermann Weinerth, Vorsitzender der Fußballgemeinschaft der Stadt Bocholt, der mit seinem Team die Meisterschaften organisiert hatte, war zufrieden: "Vom Ablauf her war alles perfekt, es ist gut gelaufen, vom sportlichen her war es knapp und mit ein bisschen mehr Glück wäre auch für uns mehr drin gewesen", so Weinerth. Schaue man sich den Direktvergleich der drei Teams Gronau, Steinfurt und Bocholt an so sei es doch sehr eng gewesen.

Dass es nicht nur um Fußball sondern auch um das Zusammenwachsen der Gemeinden in der Euregio geht, machten die Teams aus Steinfurt und Bocholt deutlich, die sich spontan entschlossen nach dem Turnier gemeinsam im Bocholter Brauhaus essen zu gehen. "Wir sehen uns im nächsten Jahr in Steinfurt wieder", sagten die Kreis-Fußballer zu, die Endrunde im nächsten Jahr ausrichten zu wollen. Dazu muss sich die Stadt Bocholt dann erst wieder qualifizieren.

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Mit erster gemeinsamer Datenbank Grenzen überwinden

Sport verbindet: Auftaktveranstaltung in Kleve / Netzwerk soll Schulen und Vereinen dienen / Kreativität für Fördermöglichkeiten gefragt

Kleve-Rindern/Velen (eads-press). Erstmals im Grenzraum zwischen den Niederlanden und Deutschland wird es ab dem 1. April eine Kontaktbörse für Sportvereine und Schulen geben. Sie soll wichtige Informationen über Sportarten, Ansprechpartner und möglicherweise Veranstaltungen beinhalten. Dies war das herausragende Ergebnis eines umfangreichen Austausches zwischen hundert deutschen und holländischen Sportfunktionären im Wasserschloss Rindern in Kleve beim ersten Sportforum Rhein-Waal.

Es wurde von der Europäischen Akademie des Sports Velen veranstaltet. Anlass ist das „Europäische Jahr der Erziehung durch Sport 2004“. Die Euregio Rhein-Waal mit Sitz in Kleve und die Europäische Akademie des Sports (eads) in Velen sind in diesem Jahr an gut 20 Veranstaltungen beteiligt, die Vereine und Verbänder ausrichten.

Unter dem zweisprachigen Motto, „Sport verbindet/verbindt“ werde auf regionaler Ebene der Anfang gemacht, sich intensiver auszutauschen, hieß es im Wasserschloss nach einer Pressemitteilung der Organisationen von gestern. Ziel und Zweck der neuen Datenbank sei es, von Veranstaltungen der Vereine jenseits der alten Grenze Genaues zu erfahren – und schließlich gemeinsam Sport zu treiben. Die Info-Tauschbörse, die sich zu einem umfangreichen Datennetzwerk entwickeln dürfte, soll im kommenden Monat unter den Internet-Adressen www.euregio.org sowie eads.velen@t-online.de abrufbar sein. In seinem Einführungsreferat betonte eads-Vizepräsident Ludger Triphaus, dass gleiche Probleme – zum Beispiel beim Rückgang der Sportaktivitätten Jugendlicher – gemeinsam gelöst werden sollten. Triphaus forderte die deutsch-niederländische Zuhörerschaft auf: „Entwickeln sie gemeinsam Konzepte.“ Die Europäische Akademie des Sports werde als Anlaufstelle Projekte hilfreich unterstützen, erklärte Triphaus im Wasserschloss.

In einer vier Workshops vorgeschalteten Talkrunde zu den „Zielsetzungen und Perspektiven des grenzüberschreitenden Sports“ hatte Euregio-Geschäftsführer Erwin Schmitz die Vereine aufgemuntert, bei der Beantragung finanzieller Zuschüsse für internationale Veranstaltungen „Kreativität zu zeigen.“ 80 000 Euro stünden jährlich in einem besonderen Etat bereit, aus dem jetzt etwa 200 Veranstaltungen – davon die Hälfte für Schulen, der Rest für Sport und Austausche – unterstützt würden. Schmitz: „Das ist ein Beitrag zur Stimulierung länderübergreifender Kontakte.“ Auch die eads Velen könne im Rahmen des Möglichen helfen, sagte Leiter Reinhardt te Uhle.

Henning Schreiber vom NRW-Sportministerium betonte in der Diskussionsrunde, das der „Sport ein ganz wichtiger Faktor im Einigungsprozess Europas ist.“ Es gebe gute und einfache Ansatzpunkte, die Grenzen zusammen zu bringen. Dieses Sportjahr sei eine Möglichkeit. Allerdings müsse man „die Kirche auch im Dorf lassen“: Bei einem Gesamtetat von elf Millionen Euro für die gesamte EU, wovon nur 7,5 Millionen Euro für Projekte überblieben, gebe es eben doch Grenzen der Förderung.

Für das Europäische Jahr der Erziehung durch Sport 2004 (EJES) hat die Europäische Gemein-schaft 11,5 Millionen Euro bereit gestellt, um insgesamt 200 Projekte auf europäischer und nationaler Ebene zu fördern, davon ca. 20 aus Deutschland. Die Verantwortung für das Euro-päische Jahr der Erziehung durch Sport 2004 liegt in Deutschland beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Für die Durchführung des Jahres konnten mit dem Deutschen
Sportbund (DSB) und der Deutschen Sportjugend (dsj) starke Partner aus dem Sport gewonnen werden. Die aus Bundesmitteln geförderte nationale Koordinierungsstelle für das Jahr ist ebenfalls bei der dsj angesiedelt. Das EJES wird durch eine EU-weite PR-Kampagne unterstützt, die die
Öffentlichkeit auf das erzieherische Potential des Sports aufmerksam machen soll, informierte Petra Berkner vom Bunesministerium für BIldung und Forschung.

Die Strukturen der regionalen Sportverbände müssten für den grenznahen Raum weiter vereinheitlicht werden, betonte Ludger Triphaus, eads-Vizepräsident, in seinem Referat. Zwei Beispiele widerlegten, dass in diesem Bereich noch viel zu tun sei: So sei ein 8:0-Sieg einer Tennismannschaft später annulliert worden, weil in dem Team zwei Holländer spielten, die jedoch schon 25 Jahre in Deutschland lebten. Des Weiteren durften bei einem Ausritt Reiter nicht auf holländisches Gebiet ohne medizinische Kontrolle der Pferde.

Aus jahrelanger Erfahrung sprachen Peter Heimer vom Radsportclub Moers sowie Dick Metselaer aus Holland, die sich über den Radsport länderübergreifend kennen gelernt haben und jeweils in ihren Vereinen Veranstaltungen organisieren: „Man muss schon ein Stück Professionalität und Überzeugungskraft leisten, um Grenzen aus den Köpfen zu löschen.“

von links: Reinhardt te Uhle (eads), Henning Schreiber (MSWKS NRW), Jos Verbeeten (Euregio Rhein-Waal), Petra Berkner (Bundesministerrium für Bildung und Forschung), Erwin Schmitz (Euregio Rhein Waal )

Ludger Triphaus, Vizepräsident der Europäischen Akademie des Sports

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Zusammenarbeit mit dem Nachbarn verbessern - Europäische Akademie des Sports Mitveranstalter beim Euregionalen Sportforum in Enschede

"Im Europäischen Jahr der Erziehung durch Sport 2004 (EJES)" müsse mehr getan werden, damit junge Leute aktiver werden. Dafür will sich der niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann höchstpersönlich einsetzten, versprach er vor 140 Teilnehmern beim 3. Euregionalen Sportforum im Enscheder Arke Stadion. Busemann verdeutlichte:"Viele Kinder sind zu steif und zu fett, sie sitzen zu viel vor dem PC oder vor Videos." Das müsse sich ändern. "Neue Aktivitäten" wolle er auch mit seinen niederländischen Kollegen starten", sagte Busemann zum Auftakt des Forums, das diesmal unter dem Thema stand: "Neue Wege und Impulse für den grenzüberschreitenden Sport".

Veranstaltet wurde das Tagesseminar von der Euregio, der Europäischen Akademie des Sports Velen, der Ems-Dollard-Region, dem Bezirkssportbund Weser-Ems, der Bezirksregierung Weser-Ems unter Mitwurkung des LandesSportBundes Niedersachsen. In fünf Work-Shops wurde die Themen vertieft. Ex-Profi Jan van Halst, heute Manager beim FC Twente Enschede, sprach über "Sportmarketing in der Region" - und bedauerte unter anderem, dass es zum Beispiel unter den Fußballvereinen praktisch keine Zusammenarbeit in der Talentförderung gebe, was die Region Achterhoek, Ems- und Münsterland anginge. Van Halst, lange Jahre Fußballer beim FC Twente, Ajax Amsterdam und beim FC Utrecht: "Warum ist es nicht möglich, mit Vereinen wie Preußen Münster, 1. FC Bocholt oder Eintracht Nordhorn enger zusammenzuarbeiten?" Seit vier Monaten sei er jetzt im Sportmanagement und sehe, dass noch viel Arbeit auf ihn warte. Der Sportminister der Provinz Overijssel, Jan Kristen, sowie Bart van Winsen, Mitglied des niederländischen Parlaments, unterstrichen in Ihren Beiträgen die Notwendigkeit, weiter eng zu kooperieren. Vieles sei in den vergangenen Jahren schon auf den Weg gebracht worden; gleichwohl könne noch eine Menge in Angriff genommen werden.

Professor Dr. Roland Naul vom Willibald-Gebhardt-Institut Essen stellte die Studie "Sport in der Euregio" vor mit bemerkenswerten Zahlen - zum Beispiel der, dass über die Hälfte aller Sportaustausche zwischen deutschen und holländischen Vereinen von den Aktiven selber bezahlt würden. Gut ein viertel der Kosten übernähmen die Kommunen, 18 Prozent Sponsoren und 14 Prozent die Euregio. Länder übergreifend weiter arbeiten - das ist auch das Motto für 2004. Dabei soll der grenzüberschreitende Schulsport gestärkt werden durch verschiedene Projekte, die die Partner vorantreiben möchten.

Dass es einige hervorragende Initiativen gibt, wurde durch die zwölf euregionalen Sportprojekte, die ein Zertifikat erhielten deutlich. So erhielten die Maria-Sybilla-Merian-Realschule aus Borken-Weseke und der Korfballverein WIKO Winterswijk ein Zertifikat für ihre besonders gute Zusammenarbeit in Sachen Korfball. Ausgezeichnet wurde auch ein Fanprojekt zwischem dem FC Schalke 04 und Twente Enschede sowie die Ludgerusschule Rhede/Ems für gemeinsame Veranstaltungen mit dem Dollard College Niederlande.

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